Am Montagmorgen ereigneten sich dramatische Szenen in der Denisgasse in Wien-Brigittenau. Ein Notruf bei der Wiener Berufsrettung, kurz nach 8.30 Uhr, alarmierte die Einsatzkräfte: Ein erst zwei Monate altes Mädchen hatte aufgehört zu atmen. Die schnelle Reaktion der Rettungsteams war entscheidend für das Wohl des kleinen Kindes, denn binnen zwei Minuten waren mehrere Rettungsteams vor Ort.

Vier Teams der Wiener Berufsrettung begannen umgehend mit der lebensrettenden Reanimation des Mädchens. Während dieser kritischen Phase wurde das Kind unter laufender Wiederbelebung zum Rettungswagen transportiert. Dank der raschen Maßnahmen der Sanitäter*innen konnte das Baby während des Transports ins Krankenhaus stabilisiert werden. Daniel Melcher, Sprecher der Wiener Berufsrettung, berichtete, dass die Werte des Mädchens beim Weitertransport deutlich besser waren und der Kreislauf stabilisiert werden konnte. Die genauen Gründe für den Atemstillstand sind bislang unklar.

Rolle der Rettungskräfte

Die Wiener Berufsrettung setzt ausschließlich hauptberufliche Sanitäter*innen ein, die in Teams die professionelle vorklinische Versorgung der Patient*innen übernehmen. Voraussetzung für die Arbeit in diesem Bereich ist eine abgeschlossene Ausbildung als Rettungssanitäter, die sich nach dem Sanitätergesetz (SanG) richtet. Dabei werden Notfallsanitäter*innen oder Sanitäter*innen mit höherer Qualifikation bevorzugt.

Die Ausbildung umfasst nicht nur theoretische Kenntnisse, sondern auch praktische Fertigkeiten in Bereichen wie Arzneimittellehre, Einsatztaktik, Notfallmedizin und intensivmedizinische Maßnahmen. So erlernen die Sanitäter*innen beispielsweise die Verabreichung von Notfallmedikamenten und das Notfallmedizinische Beatmungs- und Intubationsmanagement. Neben der direkten Patientenversorgung gehören auch das Fahren der Einsatzfahrzeuge sowie spezielle Aufgaben als Flugretter*in beim Wiener Rettungshubschrauber „Christophorus 9“ zu ihren Tätigkeiten.

Karrierechancen und Engagement

Die Karrierewege für Sanitäter*innen sind vielfältig. Neben verschiedenen leitenden Funktionalitäten in der Einsatzleitung können sie auch als Lehrer*innen an der Wiener Rettungsakademie tätig werden. Für viele ist es nicht nur ein Job, sondern auch eine Berufung. Fakt ist: Die Arbeit in der Berufsrettung verlangt Teamgeist, Schnelligkeit und ein gutes Händchen im Umgang mit Menschen in Not.

Das Geschehen rund um das kleine Mädchen hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig eine schnelle und professionelle Reaktion im Notfall sein kann. Die Wiener Berufsrettung hat durch ihren Einsatz bewiesen, dass mit einem starken Team und einer fundierten Ausbildung auch in den schwierigsten Situationen geholfen werden kann.

Dank des beherzten Eingreifens der Rettungskräfte konnte das Kind stabilisiert werden. Dies macht deutlich, wie wertvoll die Arbeit der Sanitäter*innen für die Gesellschaft ist, und so können wir nur hoffen, dass das kleine Mädchen bald wieder auf den Beinen ist.

Heute berichtet, dass …

Wien.gv.at informiert über die rettungsmedizinischen Berufe und deren Qualifikationen.