Wien, die charmante Hauptstadt Österreichs, zeigt sich im neuesten Statistischen Jahrbuch 2024 in beeindruckender Form. Die Stadt belegt im Lebensqualitätsranking des „Economist“ den zweiten Platz, direkt hinter Kopenhagen. Diese Auszeichnung kommt nicht von ungefähr, denn die Wiener Bevölkerung wächst stetig und wird voraussichtlich am 1. Jänner 2025 die Zwei-Millionen-Grenze überschreiten. Aktuell zählt die Stadt 2.028.289 Einwohner, ein Anstieg von 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Geschlechterverteilung ist nahezu ausgeglichen: 51 Prozent Frauen und 49 Prozent Männer. Das Durchschnittsalter der Wiener liegt bei 41,1 Jahren.

Die Lebenssituationen der Wiener sind ebenfalls bemerkenswert. Ein durchschnittlicher Haushalt besteht aus zwei Personen und hat eine Fläche von 73 Quadratmetern. Das durchschnittliche jährliche Nettoeinkommen beträgt 27.897 Euro. Besonders hervorzuheben ist die Bildungslandschaft: Wien hat 24 Hochschulstandorte und 197.874 Studierende, was die Stadt mit dem akademischen Flair Berlins vergleichbar macht.

Alsergrund im Fokus

Ein Blick auf den Bezirk Alsergrund, der 41.664 Einwohner zählt, zeigt ein moderates Wachstum von 43 Personen im Jahr 2024. Auch hier ist die Geschlechterverteilung ähnlich, mit 52,5 Prozent Frauen und 47,5 Prozent Männern. Der Bezirk hat ein Durchschnittsalter von 41,1 Jahren und bietet ein durchschnittliches Nettoeinkommen von 30.684 Euro pro Jahr, was über dem Wiener Durchschnitt liegt. Besonders interessant ist die hohe Dichte an Akademikern: 53 Prozent der Alsergrunder haben einen akademischen Abschluss, im Vergleich zum Wiener Durchschnitt von 30 Prozent. Über 6.300 Studierende sind im Bezirk eingeschrieben, was 5 Prozent aller Wiener Studierenden entspricht.

Die Wirtschaft im Alsergrund ist stark, vor allem im Gesundheitssektor, der die Top-Branche darstellt. Über 51.000 Beschäftigte arbeiten hier, wobei 23 Prozent im Gesundheitssektor tätig sind. Die Arbeitslosenquote liegt bei 58 von 1.000 Erwerbsfähigen, was deutlich unter dem Wiener Schnitt von 103 liegt. Der Bezirk beheimatet auch 26 Parks und hat über 900 Hunde gemeldet, was eine Hundedichte von 24 Hunden pro 1.000 Einwohner bedeutet – ein eher geringer Wert im Vergleich zu den 29,5 Hunden pro 1.000 Einwohner in Wien.

Tourismus und Lebensqualität

Der Tourismus in Wien hat sich nach den Einschränkungen der Jahre 2020 bis 2022 erholt. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 18.864.964 Nächtigungen verzeichnet. Besonders die Bezirke 1 bis 9 sowie der 20. Bezirk erfreuen sich großer Beliebtheit, mit über 11,8 Millionen Übernachtungen. Im Bezirk Alsergrund beträgt die Gästedichte beeindruckende 15.453 Übernachtungen pro 1.000 Einwohner, was fast 600.000 Besuchern entspricht.

Die hohe Lebensqualität in Wien wird durch zahlreiche Studien belegt. Die Stadtplanung setzt alles daran, diese langfristig zu sichern. Die Wiener Lebensqualitätsstudien, die seit 1995 durchgeführt werden, sind ein umfassendes Monitoring-Projekt, das durch groß angelegte Befragungen der Wiener Bevölkerung eine Vielzahl von Lebensqualitätsbereichen abdeckt. Diese Studien ermöglichen es den Behörden, politische Entscheidungen auf die Bedürfnisse der Bürger abzustimmen und die Lebensqualität stetig zu verbessern.

Insgesamt zeigt sich, dass Wien und insbesondere der Bezirk Alsergrund nicht nur durch ihre historische Schönheit, sondern auch durch eine hohe Lebensqualität und ein florierendes Umfeld bestechen. Die Kombination aus urbanem Leben, kulturellem Angebot und einer starken akademischen Prägung macht Wien zu einem beliebten Wohnort und zu einem attraktiven Ziel für Touristen aus aller Welt.