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Heute ist der 23.03.2026, und in Lichtental stehen spannende literarische und künstlerische Veranstaltungen bevor. Am Programm stehen gleich zwei herausragende Performances, die sowohl das Gehör als auch die Vorstellungskraft ansprechen werden.

Zunächst wird um 18.00 Uhr eine literarische Performance und ein Gespräch mit Anna Luňáková stattfinden. Die Schriftstellerin, Künstlerin und Dichterin wird ihre Poesie präsentieren, die mit realen Geräuschen der Stadt verschmilzt. Ihre Texte sind geprägt von authentischen Beobachtungen und Aufnahmen, vor allem aus Prag. Sie beschreibt eine Stadt, die sowohl real als auch imaginiert ist, und bewegt sich gekonnt zwischen Dystopie und paralleler Realität. Die Lesung wird in Deutsch und Tschechisch erfolgen, unterstützt von der Übersetzerin Julia Miesenböck. Musikalisch umrahmt wird das Ganze von den Klängen des Künstlers und Sounddesigners Jakub Štourač. Moderiert wird die Veranstaltung von Manfred Müller von der Österreichischen Gesellschaft für Literatur (ÖGfL). Diese Performance ist Teil des Programms von Depot.

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Kurt Schwitters‘ Ursonate: Ein Klassiker der Lautdichtung

Im Anschluss daran, um 20.00 Uhr, dürfen sich die Zuschauer auf eine Performance von Kurt Schwitters‘ Ursonate freuen. Pavel Novotný und Jaromír Typlt werden dieses dadaistische Lautgedicht, das zwischen 1923 und 1932 in verschiedenen Versionen entstand, zum Leben erwecken. Die Ursonate gilt als eine der bedeutendsten Arbeiten der Lautdichtung und erinnert an ein rhythmisches Durcheinander von Lauten und Schreien. Schwitters arbeitete neun Jahre an diesem Werk, das schließlich 1932 vollendet wurde, und spiegelt die historischen Verwerfungen seiner Zeit wider. Die Lauten des Gedichts drücken Dominanzgehabe, Agitation, Widerstand, Konkurrenz und Trotz aus.

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Die Ursonate hat nicht nur in Wien, sondern auch international großen Anklang gefunden. So wird das Ensemble Potsa Lotsa die Ursonate im Rahmen des Rudolstadt-Festivals 2024 aufführen, mit Thomas Krüger als Rezitator. Die vollständige Partitur der Ursonate wurde in Heft 24 von Schwitters Zeitschrift Merz veröffentlicht und typografisch von Jan Tschichold gestaltet. Zudem gibt es eine Tondokumentaufnahme der Fassung von 1932, die am 5. Mai 1932 in Stuttgart aufgezeichnet wurde, und die 1993 von WERGO als CD veröffentlicht wurde. Die Ursonate hat im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Interpretationen erfahren, unter anderem von Künstlern wie Jaap Blonk und Astrid Seme.

Ein kultureller Dialog zwischen Wien und Prag

Beide Veranstaltungen sind Teil des Festivals „Vienna meets Prague“, das darauf abzielt, den kulturellen Austausch zwischen diesen beiden Städten zu fördern. Die Verbindung von Literatur, Klang und Performance ist ein wunderbares Beispiel für die kreative Zusammenarbeit, die über nationale Grenzen hinweg stattfindet. Solche Events bieten nicht nur Unterhaltung, sondern auch einen tiefen Einblick in die kulturellen Strömungen, die unsere Zeit prägen.

Insgesamt verspricht der Abend ein faszinierendes Erlebnis zu werden, das sowohl die Sinne anspricht als auch zum Nachdenken anregt. Wer die Gelegenheit hat, sollte sich diese einmaligen Aufführungen auf keinen Fall entgehen lassen.