Neues aus Alsergrund: Bei der Bezirksvertretungssitzung am 25. Februar 2023 gab es neben erfreulichen Nachrichten auch traurige Momente. Besonders die Nachricht über den Tod von Bezirksrätin Neslihan Turan-Berger hat viele Herzen berührt. Die engagierte Stadtplanerin und Politikerin war nicht nur seit 2020 Bezirksrätin der Grünen, sondern setzte sich auch unermüdlich für ökologische Nachhaltigkeit sowie Menschenrechte ein und hinterlässt ein fesselndes feministisches Erbe in Wien. In einer emotionalen Schweigeminute wurde ihrer gedacht, geleitet von der Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (SPÖ) und Klubobmann Matthias Schwendtner (Grüne) in einer einfühlsamen Gedenkfeier. Die Grünen erinnern, dass Turan-Berger bei ihrem Abschied ein starkes Zeichen für Diversität und Integration setzte.
In der Sitzung selbst wurden wichtige Entscheidungen getroffen, die das Leben der Anwohner:innen betreffen. So wurde der neue Vorsitzende der Bezirksvertretung, Oliver Zwickelsdorfer (SPÖ), gewählt. Er folgt Christoph Maurer (SPÖ), der auf eigenen Wunsch ausschied. Ein gutes Händchen bei den Abstimmungen bewiesen die Antragssteller – insgesamt wurden 14 Anträge und eine Resolution behandelt.
Wichtige Anträge und Beschlüsse
Der faire Umgang mit Raum und Natur wurde in zwei besonderen Anträgen sichtbar. Die Anträge der SPÖ und der Linksfraktion für „naturnahe“ Spielgeräte auf Spielplätzen und eine Verkehrsgeschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h in der Nähe des Lycée Français de Vienne wurden einstimmig angenommen. MeinBezirk berichtet von einem weiteren wichtigem Beschluss: die systematische Prüfung aller Ampelanlagen im Bezirk, initiiert durch NEOS und FPÖ, fand ebenfalls Zustimmung.
Die Bezirksvertreter:innen drückten zudem ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus aus. Eine Resolution, die von Neos, ÖVP und Links eingebracht wurde, fand ebenfalls einstimmige Zustimmung. Angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen ist dies ein wichtiger Schritt, um ein respektvolles und tolerantes Miteinander zu fördern.
Ein Blick auf die Zukunft
Die allumfassende Wichtigkeit eines funktionierenden Stadtlebens zeigt sich auch in der Entscheidung zur Anbringung einer erklärenden Zusatztafel am Julius-Tandler-Platz. Eine Initiative der Volkspartei wurde ohne Widerstand angenommen. Das zeigt: Die Bezirksvertretung möchte alle Bürger:innen bestmöglich informieren und einbezogen halten. Im Kontrast dazu wurde ein Antrag zur Bereitstellung von Informationsmaterial im Hinblick auf Blackouts von der Bezirksvertretung abgelehnt.
Doch trotz der intensiven Diskussionen und Beschlüsse rollt das Leben im Alsergrund weiter – nicht zuletzt dank der Stimme von Politiker:innen wie der verstorbenen Neslihan Turan-Berger, deren Engagement weiterhin positive Spuren im Stadtbild hinterlassen wird. Ihr Kampf für ein gerechteres Wien wird durch zahlreiche Initiativen, die sie angestoßen hat, am Leben erhalten.