Das Allgemeine Krankenhaus Wien (AKH) hat sich als Vorreiter im Bereich Diversitätsmanagement etabliert und wurde als erste Gesundheitseinrichtung des Landes mit einer Zertifizierung nach dem Standard ÖNORM S 2501:2020 ausgezeichnet. Diese bemerkenswerte Anerkennung wurde durch den TÜV AUSTRIA verliehen und belegt, dass das AKH strukturelle Maßnahmen zur strategischen Nutzung der Vielfalt der eigenen Belegschaft implementiert hat. Damit leistet das Krankenhaus nicht nur einen Beitrag zur Bekämpfung von Diskriminierung, sondern verbessert auch die Qualität der Patientinnen- und Patientenversorgung. Wie meinbezirk.at berichtet, gehört das AKH mittlerweile zu den besten 20 Spitälern weltweit.
Das AKH beschäftigt rund 7.000 Mitarbeiter aus 76 Nationen, die insgesamt 67 Sprachen sprechen. Diese bunte Mischung bringt zahlreiche Berufs- und Lebenserfahrungen zusammen, die für ein vielfältiges Arbeitsumfeld sorgen. Besonders hervorzuheben ist die Altersstruktur des Personals: von Auszubildenden unter 20 bis zu erfahrenen Fachkräften, die über 65 Jahre alt sind, ist das AKH ein wahrhaft multigenerationaler Arbeitsplatz. Außerdem sind 167 Mitarbeiter mit einem Behinderungsgrad von über 50 Prozent angestellt, was ganz klar zeigt, dass Inklusion im AKH großgeschrieben wird. Die Personalstatistik offenbart außerdem eine Altersverteilung, die ca. 4.000 Mitarbeiter zwischen 40 und 65 Jahren sowie über 2.800 Mitarbeiter zwischen 20 und 40 Jahren umfasst. Auch die akhwien.at hebt die Wertschätzung der Vielfalt hervor: im Arbeitskontext zu leben bedeutet, unterschiedliche Sichtweisen, Werte und Weltanschauungen aktiv zu integrieren.
Vielfältige Maßnahmen zur Chancengleichheit
Die Zertifizierung des AKH betrifft sechs wesentliche Kategorien: Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, physische und psychische Fähigkeiten sowie kultureller Hintergrund und Religion. Der Direktor des AKH, Herwig Wetzlinger, betont die positiven Auswirkungen des Diversitätsmanagements auf die Patientinnen- und Patientenversorgung sowie das Arbeitsklima für das Personal. Diese Herangehensweise soll nicht nur Diskriminierung abbauen, sondern auch die Zufriedenheit sämtlicher Beschäftigter und Patienten erhöhen.
Die Auditorin Eva Stockley lobte die hohe Professionalität und die excellente berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit, die im AKH zu finden ist. Die institutionellen Richtlinien zur Diversität fördern ein positives Arbeitsumfeld und bieten klare Vorgaben zur Ablehnung von Diskriminierung. So wird die Wahrnehmung von Unterschieden als bereichernd und nicht als hinderlich wahrgenommen, was sich auch in der täglichen Arbeit und im zwischenmenschlichen Umgang widerspiegelt.
Das AKH hat eine umfassende Diversitätsmatrix entwickelt, die gezielte Maßnahmen in Bezug auf die genannten Kategorien abdeckt. Diese wird als wichtiges Instrument zur kontinuierlichen Verbesserung des Diversitätsmanagements betrachtet. Es zeigt sich: Ein gutes Diversitätsmanagement macht sich sowohl im Arbeitsklima als auch in der medizinischen Versorgung bezahlt und führt zu einer insgesamt höheren Qualität der Leistungen.