Heute ist der 3.03.2026 und die Abtenauer Bergbahn GmbH steht vor einer ernsten Herausforderung. Das traditionsreiche Skigebiet in Österreich, das im Jahr 1962 gegründet wurde, hat Insolvenz angemeldet. Die Schulden belaufen sich auf über 4,3 Millionen Euro, während die Aktiva lediglich rund 755.000 Euro betragen. Von der Insolvenz betroffen sind insgesamt 15 Mitarbeiter und 45 Gläubiger. Geschäftsführer Walter Pendl führt die schlechten Ergebnisse der Wintersaison auf wenig Schnee und niedrige Gästezahlen zurück.

Die Insolvenz war notwendig geworden, nachdem es zu Verzögerungen und Kostensteigerungen beim Bau eines neuen Speicherteiches für die künstliche Beschneiung kam, was den Winterbetrieb erheblich einschränkte. Auch Streitigkeiten mit einer Baufirma trugen zu der prekären Lage bei. Um die Situation zu verbessern, wird ein Sanierungsverfahren angestrebt. Am 26. Februar 2026 wurde dieses Verfahren am Landesgericht Salzburg eröffnet.

Hoffnung auf Sanierung

Der Raiffeisenverband hat Interesse bekundet, die Kosten des Sanierungsverfahrens zu tragen, was eine mögliche Rettung des Unternehmens bedeuten könnte. Bürgermeister Johann Schnitzhofer bestätigte das Interesse des Raiffeisenverbands an einem Mitspracherecht, das in der aktuellen Situation von großer Bedeutung ist. Der Sanierungsplan sieht eine Gläubigerquote von 20 Prozent vor, die innerhalb von 24 Monaten nach Annahme zahlbar sein soll.

Die Marktgemeinde Abtenau hält 58,4 Prozent der Anteile am Skigebiet, während der Abtenauer Tourismusverband 31,3 Prozent der Anteile hält. Angesichts der kritischen Situation plant die Gemeinde, ihre Anteile abzugeben. Der Sanierungsplan soll durch Erträge aus dem Fortbetrieb sowie durch die Verwertung von nicht betriebsnotwendigem Vermögen und eventuell Unterstützung von Dritten finanziert werden.

Die Zukunft der Abtenauer Bergbahnen

Die Herausforderungen, mit denen die Abtenauer Bergbahn GmbH konfrontiert ist, spiegeln die Schwierigkeiten wider, die viele kleinere Skigebiete in Österreich derzeit erleben. Ausbleibende Besucherzahlen und wetterbedingte Umsatzeinbußen sind nicht nur in Abtenau ein Problem. Dennoch bleibt die Hoffnung, dass durch die angestrebte Sanierung das Skigebiet, das 64 Jahre lang betrieben wurde, gerettet werden kann. Der Raiffeisenverband plant, das insolvente Unternehmen zu retten, jedoch hängt alles von der Zustimmung der Gläubiger ab.

Die Situation im Abtenauer Skigebiet ist ein Beispiel für die wirtschaftlichen Risiken, die im Tourismusbereich bestehen, vor allem in Zeiten des Klimawandels, der sich auf die Schneesicherheit auswirkt. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage entwickeln wird und ob die geplanten Maßnahmen zur Sanierung erfolgreich umgesetzt werden können. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in den Artikeln von Merkur und 5min.