Bergnot in Kärnten: E-Bikefahrer und Wanderer werden gerettet!
Am 6. September 2025 wurden in Mallnitz erschöpfte Wanderer und E-Bikefahrer unter schwierigen Witterungsbedingungen gerettet.

Bergnot in Kärnten: E-Bikefahrer und Wanderer werden gerettet!
Im malerischen Mallnitz in Kärnten sorgte am Freitagnachmittag eine plötzliche Schlechtwetterfront für alarmierende Situationen. Die Kombination aus Schnee, Regen, starkem Wind und Gewittern machte den Ausflug für zahlreiche Alpinisten gefährlich. Wie das Team von Kleine Zeitung berichtet, wurden zwei E-Bikefahrer, 48 und 42 Jahre alt, in Bergnot gerettet. Sie wollten einer Gruppe zur Hagener Hütte folgen, mussten jedoch aufgrund der widrigen Bedingungen Hilfe anfordern.
In der jeweiligen Notsituation wurde der Notruf abgesetzt, woraufhin die Bergrettung Mallnitz und der Wirt der Hagener Hütte sofort in Aktion traten. Der Wirt setzte sich mit seinem Quad in Bewegung und konnte die beiden Biker, die glücklicherweise unverletzt waren, sicher ins Tal bringen.
Die Wanderer in Schwierigkeiten
Doch damit nicht genug: Auch zwei Wanderer aus Deutschland, im Alter von 27 und 41 Jahren, benötigten dringend Hilfe. Sie hatten sich auf etwa 2400 Metern unter einem Felsvorsprung Schutz gesucht, während sie von der Duisburger Hütte auf dem Tauernhöhenweg in Richtung Hannover Haus unterwegs waren. Auch ihr Notruf erreichte die Rettungskräfte, allerdings konnte der Notarzthubschrauber C7 aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen zunächst keinen Einsatz durchführen.
Ein glücklicher Umstand: Die Bergbahnen Ankogel öffneten für den Rettungseinsatz, sodass das Team die Wanderer erleichtert gegen 19.15 Uhr erreichen konnte. Diese waren zwar leicht unterkühlt und erschöpft, konnten jedoch eigenständig absteigen, was die Rettung umso einfacher machte. Insgesamt waren 17 Mitglieder der Bergrettung Mallnitz, zwei Alpinpolizisten und der Notarzthubschrauber im Einsatz. Ein Alpinpolizist bedankte sich besonders bei den Hüttenwirten und den Bergbahnen für ihre Unterstützung in dieser brenzligen Situation.
Wichtige Informationen für Bergsportler
Für alle, die die Höhe lieben, gibt es einige wichtige Hinweise: Die Notrufnummer 112, die in ganz Europa gebührenfrei ist, verbindet Anrufer mit den Rettungsdiensten, Feuerwehr oder Polizei. Bergsportler*innen nutzen diese Nummer im Notfall oft, und unter Umständen gibt es in verschiedenen Ländern spezifische Notrufnummern für Bergrettungen. So gilt beispielsweise in Österreich sowie Deutschland die 112 für Notfälle. Aber auch bei Empfangsproblemen ist ein schneller Notruf von entscheidender Bedeutung. Bei Problemen mit dem Handy kann es hilfreich sein, das Gerät neu zu starten und die Nummer ohne PIN einzugeben, wie Alpenverein.de erläutert.
Die Sicherstellung eines funktionierenden Mobilfunknetzes ist für Bergsportler ein kritischer Aspekt. Falls man sich in einem Funkschatten befindet, ist es ratsam, den Standort zu verändern und regelmäßig erneut zu versuchen, einen Notruf abzusetzen. Moderne Telefone bieten meistens Notruf-Funktionen, die den Zugang erleichtern.
In Anbetracht dieser Vorfälle ist es wichtig, dass sich Bergsportler gut vorbereiten und die Wetterbedingungen im Blick haben. Sicherheit muss immer an erster Stelle stehen, sodass solche Situationen, wie sie in Mallnitz vorkamen, hoffentlich künftig vermieden werden können.